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Pilze sammeln
in Deutschland

Stand 10/2026
nur Deutschland

Sicher sammeln: Pilzberatung

Pilzsachverständige prüfen Funde am Objekt und sagen, was in den Topf darf. In Deutschland vermittelt die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) geprüfte Pilzsachverständige in allen Regionen.

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112

Pilzsachverständige finden

Die DGfM bildet Pilzsachverständige aus und prüft sie. Auf ihrer Website gibt es eine Karte mit Beraterinnen und Beratern in Ihrer Nähe. Sie beraten Sammlerinnen und Sammler, aber auch Kliniken bei Vergiftungsverdacht.

Zur PSV-Suche der DGfM

Wie die Beratung abläuft, ob mit Termin, zu festen Sprechzeiten oder bei einer Pilzausstellung, und ob sie etwas kostet, ist von Person zu Person verschieden. Das klären Sie am besten vorher am Telefon.

„Ein verantwortungsvoller PSV gibt keine Pilze zum Verzehr frei, die er nicht persönlich vorgelegt bekommt.“

Quelle: DGfM: Speisepilze · geprüft 10/2026

Fünf Grundregeln

  1. Nur sammeln, was Sie sicher kennen. Die DGfM schreibt: „Sammeln Sie nur Pilzarten, die Sie sicher kennen.“
  2. Ganze Pilze mitnehmen. Für die Bestimmung zählt auch die Stielbasis. Nehmen Sie unbekannte Funde getrennt mit, wenn Sie sie prüfen lassen wollen.
  3. Korb statt Plastiktüte. Pilze sollen luftig liegen; in Tüten verderben sie schnell.
  4. Keine App als Freigabe. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält fest, dass eine zuverlässige Erkennung durch Apps „keineswegs gewährleistet“ ist.
  5. Gut durchgaren. Das BfR empfiehlt, jede Pilzmahlzeit mindestens 15 Minuten zu garen.

Quelle: DGfM: Speisepilze · geprüft 10/2026

Quelle: BfR-Presseinformation 31/2024 · geprüft 10/2026

Der gefährlichste Pilz

Grüner Knollenblätterpilz

Laut BfR ist er der giftigste Pilz in Deutschland. Er wächst von Juli bis Oktober vor allem in Laubwäldern und Parks. Das BfR schätzt, dass Knollenblätterpilze für mindestens 80 Prozent der tödlichen Pilzvergiftungen in Deutschland verantwortlich sind.

Quelle: BfR-Presseinformation 31/2024 · geprüft 10/2026

Wenn es doch passiert

Bei Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel oder anderen Beschwerden nach einer Pilzmahlzeit: bei akuten Symptomen sofort 112. Ohne akute Symptome berät der Giftnotruf Ihres Bundeslandes. Bei Knollenblätterpilzen setzen Beschwerden oft erst viele Stunden später ein.

Die DGfM rät: „Wenn möglich Putzreste, Speisereste oder Erbrochenes sicherstellen und dem Rettungsdienst/Arzt mitgeben“.

Quelle: DGfM: Giftpilze und Vergiftungen · geprüft 10/2026

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